Mecko hat ’nen Vogel!

Der Winter ist vorüber (aber so was von!) und unsere Pferde schälen sich aus dem Winterfell. Mecko bekam heute „Enthaarungs-Hilfe“ von einer Dohle.

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Das schwarze Flattertier arbeitete wohl an einer Echt-Rosshaarmatratze für das Familien-Nest und holte sich das Baumaterial direkt vom Erzeuger.

Johanna, die das Foto aufnahm, kommentierte: „Mecko hat heute Wellness..“

Ich finde, das war eine „Original Schwarzschnabel-Akupunktur“ 🙂

Meikel und das Wasserbett

Stallkater Meikel ist so wie alle Katzen dieser Welt der Meinung, dass alle Gegenstände dieser Welt nur zu ihrer persönlichen Belustigung erfunden wurden. So auch das „H2O-to-go“, das er gerne als Wasserbett benutzt, auf dem man auch noch lustige Luftblasen fangen kann. Mal sehen, wie lange der blaue Wassersack den Kater-Krallen noch standhalten kann…

Kater runterschmeißen klappt übrigens nicht, er springt sofort wieder rauf und bleibt auch während der Fahrt oben. So lange, bis es langweilig wird…

Ein Eimer Wasser im Monat

Die wenigen Regentropfen am letzten Tag dieses Monats konnten nichts daran ändern, dass der September 2016 ein überdurchschnittlich trockener, erster Herbstmonat war. Wir hatten in Summe gerade mal 10 Liter Wasser pro Quadratmeter, einen Wassereimer voll, für einen ganzen Monat. Normal wäre ca. das Zehnfache gewesen. Und auch im Vormonat, im August, hatten wir nur ca. die Hälfte der normale Regenmenge.

Kein Wunder also, dass auf den Pferdeweiden nichts mehr wächst und wir draußen schon Heu zufüttern müssen. Die benachbarte Landwirtschaft hat schon begonnen, den Körnermais zu ernten, weil die Pflanzen vertrocknet sind und eh‘ nichts mehr wächst. Vier Wochen früher als normal, sonst sind im September die Maispflanzen noch grün und werden für den Silomais geerntet. Die Laubfärbung hat auch schon angefangen, viel zeitiger als sonst, die Bäume wollen sich vor dem Verdursten schützen. Und sie könnten Recht haben damit, denn in den bisherigen Wetterprognosen für den Oktober ist weiterhin so gut wie kein Regen in Sicht.

Wir sind jetzt auch sehr gespannt, wie es weiter geht, denn AN-gespannt ist zurzeit auch die Situation unserer Wasserversorgung. Schon fast den ganzen September über schwächelt die Pumpe, die aus der Grundwasserbohrung das Wasser für die Pferde nach oben holt. Es fing an mit einem defekten Druckschalter. Der wurde ausgetauscht, aber danach gingen mehrere Dichtungen kaputt, weil die Pumpe vorher heiß gelaufen war wegen siehe oben…

In dieser Zeit kam dann also gar kein Wasser mehr aus den Leitungen. Und damit der Wassermangel auch Spaß macht, hatten wir in diesen Tagen noch mal Tagestemperaturen über 30° C. Unsere Pferde soffen wie die Elefanten – also zumindest was die Mengen betrifft. Zum Glück konnten wir auf das Wasser aus Löschteich zurückgreifen, es war erstaunlich gut und die Pferde tranken es gern. Aber eine Dauerlösung war das natürlich nicht, deshalb waren wir sehr froh, als die Pumpe wieder lief.

Leider ist die Freunde nicht so ganz ungetrübt, denn es scheint so, als ob inzwischen der Grundwasserspiegel stark abgesunken ist. Unsere Pumpe fördert zwischendurch immer wieder eine Menge Luft und schafft es oft nicht, die Wassersäule wieder richtig dauerhaft anzuheben. Die umliegende Elektronik ist schon aufgerüstet: es gibt jetzt eine Schutzschaltung, die verhindert, dass die Pumpe mehr als vier Minuten am Stück läuft – damit sie nicht heiß läuft, falls wieder viel Luft dabei ist – und eine weitere, die die Pumpe auf jedem Fall nach mindestens fünfzehn Minuten wieder einschaltet, damit die Wassersäule nicht zu weit absinkt. Dennoch reicht das nicht, um den Druck in den Wasserleitungen so hoch zu halten, wie er eigentlich sein sollte. Es bleibt also eine Zitterpartie, wie unsere Wasserspiele nun so weiter gehen werden…

Denn auch wenn sich alle über das tolle Herbstwetter freuen: kann sein, dass unsere Wasser-Geschichte deshalb zu einem Fortsetzungs-Roman ausartet. Leider!

 

Zum Weiterlesen darüber, was die Trockenheit auch mit unseren Pferdeweiden macht, gibt es noch was auf bonsarius.de:

Ab in die Wüste

Sommerbilder

Die Pferde sind jetzt wieder nachts auf der Weide, das ist für sie angenehmer, aber schlecht fürs Fotografieren… Deshalb heute ein paar Kuschelbilder von Sandmännchen, aufgenommen von Johanna indoor in der Box.

 

Die Hunde störten sich an Hitze und Bremsen weniger, die ließen sich gut draußen ablichten.